1. Internationaler Futsal Cup

Am Wochenende des 18. und 19. August 2012 fand in der Basler Rankhofhalle der allererste Internationale Futsal-Cup statt. Nach zwei intensiven Tagen mit tollem Futsal triumphierten die französischen Gäste aus Strasbourg im Final über Mobulu aus Bern. Gastgeber Olympique Basel wurde erwartungsgemäss fünfter und letzter.

 

Es war ein beachtliches Teilnehmerfeld, welches Nati-B-Ligist Olympique Basel an diesem brütend heissen Augustwochenende nach Basel lotsen konnte. Flankiert von den beiden Nati-A-Ligisten Mobulu und Bulle gab nicht nur Schweizer Meister Minerva seine Aufwartung, sondern erfreulicherweise auch Strasbourg, ein Klub der soeben in die höchste französische Spielklasse aufgestiegen ist und dem Turnier erst das internationale Flair verlieh.

Und die fünf Teams, obwohl mehrheitlich nicht in Bestbesetzung am Start, enttäuschten nicht. Strasbourg um den franzöischen Nationalspieler Johne Dussot und angepeitscht vom leidenschaftlichen Trainer an der Seitenlinie gab schon am ersten Tag den Tarif durch. Nach einem eher mühevollen 4:2-Sieg im Eröffnungsspiel gegen Olympique kam es am späteren Nachmittag zum grossen Messen mit dem Schweizer Meister. Es war eine Demonstration der Stärke, wie Strasbourg Minerva diskussionslos mit 7:2 auseinandernahm und sich entgültig zum Turnierfavoriten emporschwang.

Dahinter eröffnete sich ein ausgeglichener Dreikampf um den zweiten Finalplatz: Nach dem ersten Tag standen Bulle mit dem überragenden Duarte Dias, Mobulu und Minerva allesamt mit drei Zählern zu Buche und es kündigte sich ein spannender Sonntag an.

 

Dieser hielt dann leider nicht ganz, was er zuvor versprochen hatte. Im ersten Spiel war Bulle, das über beide Tage ohne einen einzigen Auswechselspieler auskommen musste, gegen Strasbourg erwartungsgemäss chancenlos und lief mehr und mehr auf dem Zahnfleisch. Im anschliessenden Berner Derby zwischen Mobulu und Minerva gab es keinen Sieger, womit Minerva vorerst noch besser leben konnte. Jedoch veränderte sich die Ausgangslage drastisch, als Strasbourg im zweitletzten Gruppenspiel gegen Mobulu beim Stand von 4:1 plötzlich das Futsalspielen einstellte und auf rätselhafte Weise noch mit 4:5 unterlag. So brauchte Minerva im abschliessenden Spiel gegen Olympique einen Sieg mit neun Toren Differenz zum Weiterkommen.

Ein aussichtsloses Unterfangen, denn OB hatte durch ein mitreissendes 5:5 gegen das müde Bulle neues Selbstvertrauen getankt und war keineswegs gewillt, sich abschlachten zu lassen. Zwar ging Minerva schon nach wenigen Sekunden 1:0 in Front und lag zwischenzeitlich auch mit 4:1 vorne, doch OB steckte für dieses Mal nie auf und spielte sich in einen regelrechten Rausch. Spätestens nach dem Ausgleich zum 4:4 war jedem in der Halle klar, dass es für Minerva nicht mehr fürs Finale reichen würde, sodass die Berner letztlich froh sein mussten, wenigstens noch das Spiel mit 5:4 zu gewinnen und Platz 3 in der Gruppe zu sichern.

Olympique blieb damit hinter Bulle fünfter und letzter, durfte aber insbesondere mit der abschliessenden Leistung gegen Minerva sehr zufrieden sein.

 

Das Finale war dann wieder eine einseitige Sache. Auch ohne den nur am ersten Tag spielenden Dussot war Strasbourg mindestens eine Klasse besser und besiegte Mobulu klar mit 7:3. Es war das logische Ende des Turniers, hatte doch Strasbourg nicht nur sportlich die feinste Klinge geführt, sondern war das Ganze auch mit der grössten Ernsthaftigkeit aller Teams angegangen. Davon zeugte nicht nur das riesige Kader, welches den Weg nach Basel gefunden hatte, sondern auch die energisch vorgetragenen Ansprachen des kleingewachsenen Trainers, der selbst nach den überzeugenden Siegen noch Dinge fand, die er den eigenen Spieler vorzuwerfen hatte.

 

So geht also Sporting Strasbourg als erster Gewinner des Internationalen Futsal-Cups in die Geschichte ein. Und wer die nahezu einwandfreie Organisation und die schon bei der ersten Austragung hochkarätigen Gäste bewundert hat, der darf schwer davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren weitere Sieger folgen werden. Es muss ja nicht jedes Mal 34 Grad warm sein, sodass sich vielleicht auch noch der eine oder andere Zuschauer mehr in der Halle verirren wird..

 

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